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Adele Stolte
"Wenn sie erschien, ging
die Sonne auf!" Kurt
Masur
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1932 Sperenberg, Kreis Zossen
geboren, Vater Pfarrer Konrad Stolte, Mutter Katharina Stolte,
geborene Boschan
1938 - 1942 Schulbesuch in Lübeck
1942 Luftangriff auf Lübeck, Umzug nach Dresden
1942 Luftangriff auf Dresden, Übersiedlung nach Potsdam, Vater wird
Superintendent an der Friedenskirche in Potsdam
1945 - 1952 Schulbesuch in Potsdam
1948 Sopransolo: Engel im Weihnachtsoratorium von J. S. Bach in der
Friedenskirche Potsdam, Beginn der besonderen Förderung Adele Stoltes
durch ihren Klavierlehrer, Kantor Prof. Karl Landgrebe
1952 Volontärin bei der Zeitung „Die Potsdamer Kirche" - durch den Vater
gegründet. Beginn des privaten Gesangsstudiums bei Anneliese Buschmann,
Rostock
1953 Heirat mit dem Kirchenmusiker Wolfram Iwer
1954 Geburt des Sohnes Andreas
1965 erste Konzerte im Umland, dann weiter in Sachsen und der gesamten
DDR
1958 erste Rundfunkaufnahmen in Leipzig mit dem Thomanerchor, in der
Folgezeit kommt es zu zahlreichen bedeutenden Oratorienaufführungen im
kirchlichen und im weltlichen Raum der DDR, der BRD und im Ausland
1960 erste Schallplattenproduktion mit dem Thomanerchor in Leipzig
1961 Geburt des Sohnes Sebastian
infolge der Errichtung der Mauer werden alle musikalischen
Verpflichtungen in das westliche Ausland von den DDR-Behörden storniert,
die sich abzeichnende internationale Laufbahn wird damit zerstört
1962 weitere Rundfunkproduktionen, darunter Bachkantaten unter
Thomaskantor Prof. Erhard Mauersberger, gesendet sonntags vormittags, im
DDR Rundfunk; Liederabende mit Wolfram Iwer, Klavier Verleihung des
Internationalen Musikpreises „EDISON" für die Schallplatte
1963 Ende des Jahres werden sporadisch wieder Reisen ins westliche
Ausland möglich, die Künstleragenturen auf beiden Seiten versuchen, ihre
finanziellen Interessen auf Kosten der DDR Künstler umzusetzen
1964 Gründung des Quartetts Leipziger Bachsolisten mit Gerda Schriever
(Alt), Hans-Joachim Rotzsch (Tenor) und Herrmann Christian Polster
(Bass)
1966 Exklusivvertrag mit dem VEB Deutsche Schallplatten Berlin. Wahl in
das Direktorium der Neuen Bachgesellschaft Leipzig, gegen den Widerstand
von Mitarbeitern des DDR- Kulturministeriums. Verleihung des
Kunstpreises der DDR (von diesem Gremium). Reise mit der
Solistenvereinigung des Deutschlandsenders unter Helmut Koch nach
Italien: Schallplatten mit Helmut Koch. Konzerte mit der Dresdner
Philharmonie unter Heinz Bongartz
1967 Geburt der Tochter Annerode. Reise mit der Dresdner Philharmonie
nach Ägypten erneut Sperre für Reisen ins westliche Ausland Tod des
Vaters
1968 Konzertreisen mit dem Bachorchester Leipzig nach Jugoslawien und in
die CSSR
1969 erste Privatschüler Konzerte und Aufnahmen mit Kurt Masur
1970/71 Konzertreisen mit dem Bachorchester Leipzig nach Frankreich und
in die Sowjetunion Liederabende mit Wolfram Iwer (Klavier)
1972 sängerische Pause
1973 Betreuung durch die Professorin Maria Croonen, Leipzig
1974 Tod der Mutter Liederabende mit Wolfram Iwer Mitwirkung in
Oratorienaufführungen in der DDR und BRD
19 75-1993 Durchführung von insgesamt 18 Sommerkursen für
Oratoriengesang und Kantatengesang in Wroclaw Mitglied des staatlichen
Bachkomitees der DDR, ohne Funktion
1979 Durchführung eines Kurses für Oratoriengesang in Poznan
1980 Angebot zur Leitung einer ständigen Oratorienklasse an der
Hochschule für Musik Poznan, nicht genehmigt von den DDR - Behörden
1980 Konzerte und Reisen mit dem Kammerensemble Braunschweig 1985-1989
Oratorienkurse an der Hochschule für Musik in Gdansk
1986-1990 Konzerte mit dem Braunschweiger Domchor und Stimmbildnerin
dieses Chores
1990-1997 Stimmbildnerin bei der „ Camerata Vocale ", Berlin
1990-2005 Lehrauftrag für Gesang, Abteilung Schulmusik, später in der
Kirchenmusikabteilung im Institut für Ökumenische Kirchenmusik an der
Hochschule/Universität der Künste Berlin
1993 zur Jahrtausendfeier der Landeshauptstadt Potsdam Mitwirkung im
„Potsdamer Te Deum" des Berliner Komponisten Helmut Barbe mit der
Kantorei der Erlöserkirche Potsdam, Leitung Prof. Friedrich Meinel. Wahl
in das Kuratorium der Kirche Sankt Peter und Paul auf Nikolskoe, Berlin
Wannsee
11995 Ernennung zur Honorarprofessorin der Universität der Künste
1997 Vorsitzende des Fördervereins der Potsdamer Kantorei an der
Erlöserkirche und ab 2005 Ehrenvorsitzende dieses Fördervereins
1999 Mitwirkung bei der Gründung des Neuen Kammerchores Potsdam
2006 Ernennung zum Ehrenmitglied in der Neuen Bachgesellschaft Leipzig
2007 Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland
Sperenberg im Juni 2009; w. t.

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